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Glossar
Zwanzig Begriffe, die in unseren Hotelbeschreibungen vorkommen. Jeder steht hier so, wie wir ihn verwenden, und nicht als vollständige Definition der Baukunde.
Atrium
Ein von Zimmern umschlossener, nach oben offener oder verglaster Innenraum. Er bringt Licht in die Mitte eines tiefen Gebäudes, wo Außenfenster nicht mehr hinreichen.
Bestand
Alles, was vor dem Umbau schon da war: Wände, Decken, Treppen, Fassade. Wer ein Hotel im Bestand baut, entwirft nicht auf leerem Grund, sondern verhandelt mit einem vorhandenen Gebäude.
Bühne
Der Bereich eines Saals, auf dem gespielt wird. Eine Bühne verlangt Höhe, Zugänge für Technik und getrennte Wege für Publikum und Programm.
Denkmalschutz
Der rechtliche Schutz eines Gebäudes wegen seiner geschichtlichen oder gestalterischen Bedeutung. Umbauten sind möglich, aber gebunden.
Eisblock
Ein aus einer Eisdecke geschnittener Quader. Als Baustein ist er tragend und zugleich durchscheinend, deshalb kommt eine Eiswand ohne Fenster aus.
Fassade
Die äußere Wand eines Gebäudes. Bei manchen Hotelumbauten bleibt sie erhalten, während dahinter ein vollständig neues Haus entsteht.
Foyer
Der Raum zwischen Eingang und Saal. Er verteilt Gäste, bevor eine Veranstaltung beginnt, und nimmt sie danach wieder auf.
Gemeinschaftsbad
Ein Sanitärbereich, den mehrere Zimmer teilen. In Kapselhotels ist er die Regel, weil sich Leitungen nicht in jede einzelne Einheit führen lassen.
Grundriss
Der waagerechte Schnitt durch ein Gebäude. Er zeigt, wie Zimmer nebeneinanderliegen, und entscheidet über fast alles, was man später als Atmosphäre bezeichnet.
Halle
Ein großer, stützenarmer Innenraum, ursprünglich für Produktion oder Umschlag. In Kapselhotels dient eine solche Halle als Hülle für eingestellte Wohnwagen.
Insellage
Die Lage eines Hotels auf einer vom Wasser umschlossenen Fläche. Die Anreise führt zwangsläufig über eine Brücke, einen Damm oder ein Boot.
Kapselhotel
Ein Hotel, dessen Einheiten als eigene Körper in einem größeren Raum stehen, statt als Zimmer aus einem Gebäude geschnitten zu sein.
Konversion
Die Umnutzung eines Gebäudes für einen Zweck, für den es nicht gebaut wurde. Aus einer Post wird ein Hotel, aus einer Gesandtschaft ein Haus für Gäste.
Kubatur
Die räumliche Gestalt eines Baukörpers: Höhe, Tiefe, Breite und ihre Staffelung. Sie beschreibt das Volumen, noch bevor von Material die Rede ist.
Lichthof
Ein über mehrere Geschosse geführter Schacht, der Tageslicht von oben nach unten verteilt. In tiefen Hotels ist er oft die einzige Lichtquelle der Mitte.
Lobby
Der erste Raum hinter dem Eingang. Wie belebt er ist, prägt den Eindruck eines Hotels oft stärker als das Zimmer.
Passage
Ein Durchgang, der zwei Bereiche verbindet und selbst ein Raum ist. In mehrgeschossigen Hotels ersetzt eine Folge von Passagen den durchlaufenden Flur.
Resort
Eine Anlage, die neben Zimmern eigene Ziele mitbringt: Saal, Restaurants, Spa, manchmal Golf. Sie ist darauf ausgelegt, dass Gäste das Gelände nicht verlassen müssen.
Saison
Der Zeitraum, in dem ein Hotel geöffnet ist. Bei Eishotels fällt die Saison mit der Lebensdauer des Gebäudes zusammen.
Umbau
Der Eingriff in ein bestehendes Gebäude, um es weiterzunutzen. Er reicht vom behutsamen Einfügen bis zum vollständigen Austausch des Inneren hinter erhaltener Fassade.