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silverbridgezone

6 Hotels · international

Eishotels weltweit

Hotels, die jeden Winter neu entstehen und im Frühjahr vergehen.

Was hier nicht steht

Sechs Hotels aus Eis und Schnee in Schweden, Kanada, der Schweiz, Österreich, Rumänien und Japan. Jedes von ihnen entsteht jeden Winter neu und ist im Sommer nicht vorhanden.

Nicht in diese Liste kommt eine Eisbar oder eine Skulpturenschau ohne Übernachtung. Ebenso wenig ein dauerhaftes Hotel, das im Winter lediglich mit Eis dekoriert wird.

Die Hotels im Einzelnen

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EISHOTELS

Icehotel

Jukkasjärvi, Schweden

Ein Zimmer aus Schnee und Eis im Icehotel in Jukkasjärvi, Schweden
Seit 1989 jeden Winter neu errichtet

Kurzprofil

Seit 1989 entsteht in Jukkasjärvi jeden Winter ein Hotel aus Eis und Schnee, und jeden Winter sieht es anders aus. Es wird nicht renoviert, sondern neu gebaut. Am Ende der Saison bleibt kein Bauwerk übrig, das man sanieren könnte. Unsere Reihe der Eishotels beginnt mit dem ältesten Beispiel dieser Bauweise.

Ausführliche Beschreibung

Ein Hotel aus Eis stellt jede übliche Vorstellung von Architektur auf den Kopf. Es hat keine Lebensdauer in Jahrzehnten, sondern in Monaten. Es altert nicht, es verschwindet. Und weil es verschwindet, gibt es kein Gebäude, an das sich der nächste Entwurf halten müsste.

Genau das geschieht in Jukkasjärvi seit 1989. Jeden Winter wird neu gebaut, und jeder Jahrgang bringt eine eigene Gestaltung mit. Wer zweimal dort übernachtet, hat in zwei verschiedenen Hotels geschlafen. Kein anderer Eintrag dieser Übersicht kann das von sich sagen.

Baulich folgt daraus eine sehr einfache Materialordnung. Tragende Teile bestehen aus Schnee, sichtbare und geschnittene Teile aus Eis. Beides kommt aus der unmittelbaren Umgebung, beides geht am Ende der Saison dorthin zurück. Ein Materialkreislauf, den kein gemauertes Hotel erreicht.

Für die Zimmer heißt das: Die Wände sind kalt, die Betten liegen auf Eisblöcken, und die Temperatur im Inneren bleibt auch dann unter null, wenn es draußen kälter ist. Warmräume für Ankunft, Umkleide und Sanitär liegen in beheizten Nebengebäuden, weil sie in einem Eisbau nicht funktionieren können.

Innerhalb der Eishotels ist Jukkasjärvi der Ausgangspunkt. Die fünf folgenden Adressen lassen sich als Antworten darauf lesen: Kanada baut jährlich komplett neu, die Alpen bauen in Höhenlage, Rumänien baut am Bergsee und Japan baut eine ganze Siedlung.

Gut zu wissen

Saisonaler Betrieb im Winterhalbjahr, Lage im nordschwedischen Lappland, Anreise über Kiruna.

Was das Gebäude vorher war

Kein Vorgängerbau. Jeder Jahrgang steht auf freiem Grund und wird nach der Saison vollständig abgetragen beziehungsweise geht zurück in den Fluss und die Umgebung.

Wann man kommt

Nur im Winterhalbjahr. Der Eisteil existiert ausschließlich in der kalten Saison und ist im Sommer nicht vorhanden.

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EISHOTELS

Hôtel de Glace

Québec City, Kanada

Ein Gewölbegang aus Schnee im Hôtel de Glace bei Québec City
Seit 2001 jedes Jahr neu geplant und gebaut

Kurzprofil

Seit 2001 entsteht bei Québec jedes Jahr ein Eishotel, das nicht nur neu errichtet, sondern zuvor neu geplant wird. Der Entwurf gilt jeweils für eine Saison. Ein Architekturbüro, das jedes Jahr sein eigenes Werk vollständig ersetzt, ist ein seltener Fall unter den Hotels dieser Übersicht.

Ausführliche Beschreibung

Im schwedischen Jukkasjärvi wird jeden Winter neu gebaut. Hier wird zusätzlich jeden Winter neu entworfen, und dieser Unterschied ist der Grund, warum beide Hotels nebeneinander in derselben Kategorie stehen. Das Hôtel de Glace legt seinen Grundriss für jede Saison neu fest, statt eine bewährte Anlage zu wiederholen.

Ein Entwurf mit einer Nutzungsdauer von wenigen Monaten hat andere Prioritäten als ein dauerhaftes Gebäude. Fragen der Alterung, der Wartung und der langfristigen Wirtschaftlichkeit entfallen. Übrig bleiben Fragen der Konstruktion und der Wirkung: Wie weit trägt ein Gewölbe aus Schnee, wie viel Licht lässt ein Eisblock durch, wie führt man Gäste durch ein Haus ohne Fenster.

Diese Bedingungen machen das Hôtel de Glace zum ehrlichsten Fall unserer Sammlung: Es macht sichtbar, dass gebaute Räume ein Datum haben. Aufbau, Saison, Rückbau.

Québec liefert das Klima dafür verlässlich. Die Winter sind lang und kalt genug, und die Stadt ist zugleich groß genug, um die Anreise unkompliziert zu machen. Anders als bei den alpinen Nachbarn in dieser Kategorie brauchen Sie keine Höhenlage, um an das Hotel zu kommen.

In der Reihenfolge ist es der Übergang: Nach zwei großen Hotels folgen mit Gstaad und dem Ötztal zwei Anlagen, bei denen die Höhe die Hauptrolle übernimmt.

Gut zu wissen

Saisonaler Winterbetrieb, Lage in der Region Québec, Anreise über Québec City.

Was das Gebäude vorher war

Kein Vorgängerbau. Anlage und Entwurf werden für jede Saison neu erstellt und nach der Saison vollständig zurückgebaut.

Wann man kommt

Nur in der kalten Jahreszeit. Außerhalb der Wintersaison existiert das Gebäude nicht.

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EISHOTELS

Iglu-Dorf

Gstaad, Schweiz

Schneekuppeln des Iglu-Dorfs bei Gstaad auf rund 2000 Metern Höhe
Auf rund 2000 Metern, jährlich neu errichtet

Kurzprofil

Auf rund zweitausend Metern über dem Meer wird jedes Jahr ein Dorf aus Schnee errichtet. Die Form ist die älteste, die für dieses Material bekannt ist: die Kuppel. Eine Kuppel braucht keine Stützen und keine Balken, sie trägt sich selbst. Unter den Eishotels ist das die einfachste Konstruktion.

Ausführliche Beschreibung

Die Kuppel ist die Antwort, die dem Schnee am nächsten liegt. Sie leitet Lasten ohne Träger ab, sie kommt ohne Ecken aus, und sie lässt sich aus geschnittenen Blöcken in Ringen aufbauen, die sich nach oben verengen. Wer diese Geometrie beherrscht, braucht kein weiteres Bauteil.

In Gstaad wird daraus jedes Jahr eine kleine Siedlung. Nicht ein Hotel mit vielen Zimmern an einem Flur, sondern mehrere Körper, die nebeneinanderstehen und durch Gänge verbunden sind. Der Unterschied zu einem üblichen Hotelgrundriss ist erheblich: Es gibt keine durchlaufende Achse, sondern eine Folge von Räumen.

Die Höhenlage von etwa zweitausend Metern ist keine Zierde, sondern die Betriebsgrundlage. Erst dort oben liegt die Temperatur über die Saison hinweg zuverlässig tief genug, damit die Konstruktion hält. Deshalb ist die Anreise ein Aufstieg und nicht ein Weg durch eine Stadt.

Für die Nacht hat das Folgen. In einer Schneekuppel bleibt es kühl, aber windstill, und die Wände dämpfen Geräusche fast vollständig. Schnee ist ein sehr guter Schallschlucker, und die Stille in diesen Zimmern ist für viele Gäste der stärkere Eindruck als die Kälte.

Zusammen mit dem Schneedorf im Ötztal bildet Gstaad das alpine Paar dieser Kategorie. Beide arbeiten in ähnlicher Höhe, beide bauen jährlich neu, und beide zeigen, wie wenig Material für ein Zimmer nötig ist.

Gut zu wissen

Saisonaler Winterbetrieb in Höhenlage, Aufstieg mit Bergbahn und zu Fuß, wetterabhängige Erreichbarkeit.

Was das Gebäude vorher war

Kein Vorgängerbau. Die Anlage wird jede Saison neu aus Schnee errichtet und schmilzt im Frühjahr.

Wann man kommt

Nur im Winter. Öffnung und Schließung hängen von der Schneelage der jeweiligen Saison ab.

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EISHOTELS

Schneedorf Igloo

Ötztal, Österreich

Schneekuppeln des Schneedorfs im österreichischen Ötztal
Auf rund 2000 Metern im Ötztal

Kurzprofil

Ein zweites alpines Schneedorf, ebenfalls auf rund zweitausend Metern, im österreichischen Ötztal. Es steht hier, weil zwei nahezu gleiche Bedingungen zwei verschiedene Hotels ergeben. Das Tal ist enger, die Hänge sind steiler, und der Bauplatz wird dadurch zu einer Entscheidung über die Aussicht. Auch die Anreise gehört bereits zum Aufenthalt.

Ausführliche Beschreibung

Auf dem Papier unterscheiden sich das Iglu-Dorf in Gstaad und das Schneedorf im Ötztal kaum: alpine Höhenlage um zweitausend Meter, jährlicher Neuaufbau, Kuppeln aus Schnee. Im Gelände ist der Unterschied trotzdem deutlich, und das Gelände ist bei dieser Bauweise die eigentliche Planungsgrundlage.

Das Ötztal ist ein langes, tief eingeschnittenes Tal. Die Hänge sind steil, die Sonne kommt spät und geht früh, und ebene Flächen in dieser Höhe sind rar. Wo ein Hotel stehen kann, ist damit weitgehend vorgegeben, und mit dem Standort ist auch entschieden, wohin die Eingänge zeigen.

Bei einem Gebäude ohne Fenster ist das die wichtigste Frage überhaupt. Ein Schneebau hat keine Aussicht im üblichen Sinn. Was Sie vom Tal sehen, sehen Sie beim Ankommen, beim Hinausgehen und in den Zwischenräumen zwischen den Kuppeln. Der Entwurf verteilt Ausblicke, statt sie in Wände zu schneiden.

Auch die Anreise gehört zum Aufenthalt. Sie gewinnen die Höhe mit Bahn und zu Fuß, und Sie tragen Ihr Gepäck den letzten Teil selbst. Wer das einplant, erlebt das Hotel als Ziel eines Wegs statt als Adresse.

Danach wechselt die Kategorie die Landschaft. Das Hotel of Ice steht nicht an einem Hang, sondern an einem Hochgebirgssee, und dort verändert das Wasser die gesamte Rechnung.

Gut zu wissen

Saisonaler Winterbetrieb in Höhenlage, letzter Wegabschnitt zu Fuß, wetterabhängige Erreichbarkeit.

Was das Gebäude vorher war

Kein Vorgängerbau. Die Anlage entsteht jede Saison neu und wird nicht überwintert.

Wann man kommt

Nur im Winter. Beginn und Ende der Saison richten sich nach Schneelage und Temperatur.

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EISHOTELS

Hotel of Ice

Bâlea-See, Rumänien

Wände aus geschnittenen Eisblöcken im Hotel of Ice am Bâlea-See in Rumänien
Seit 2005 jeden Winter am Hochgebirgssee

Kurzprofil

Am Bâlea-See im rumänischen Hochgebirge entsteht seit 2005 jeden Winter ein Hotel aus Eis. Das Material kommt aus dem See, an dem es steht. Kürzer kann der Weg zwischen Rohstoff und Bauwerk kaum sein. Im Frühjahr geht beides wieder ineinander über, und der See ist wieder nur ein See.

Ausführliche Beschreibung

Der Bâlea-See liegt hoch im Făgăraș-Gebirge, und im Winter ist die Straße dorthin geschlossen. Was bleibt, ist der Aufstieg mit der Seilbahn. Diese Abgeschiedenheit ist nicht Teil einer Inszenierung, sie ist schlicht die Lage.

Gebaut wird mit Eis aus dem See selbst. Blöcke werden geschnitten, an Land gebracht und zu Wänden gesetzt. Damit schließt sich ein Kreis, den kein anderes Hotel dieser Übersicht so knapp zeigt: Der See ist Baustoff, Bauplatz und im Frühjahr auch die Rückkehr des Materials.

Ein Bau aus geschnittenen Blöcken sieht anders aus als einer aus Schnee. Eis ist durchscheinend, und in einer Wand aus gesägten Blöcken bleiben die Fugen sichtbar. Licht dringt ein, ohne dass ein Fenster nötig wäre. Die Wand selbst wird zur Lichtquelle, sobald draußen die Sonne steht.

Seit 2005 wiederholt sich das jeden Winter. Die Anlage ist kleiner als die großen Eishotels in Schweden und Kanada und liegt dafür an einem Ort, den man im Winter nur mit Aufwand erreicht. Wer diesen Aufwand einrechnet, versteht, warum dieses Hotel in seiner Kategorie den ruhigsten Eindruck hinterlässt.

Die Kategorie endet danach mit einer Adresse, die den umgekehrten Weg geht und aus Eis kein einzelnes Haus macht, sondern ein Dorf.

Gut zu wissen

Saisonaler Winterbetrieb, Zugang im Winter über die Seilbahn, Hochgebirgslage am Bâlea-See.

Was das Gebäude vorher war

Kein Vorgängerbau. Das Baumaterial stammt aus dem angrenzenden See und geht im Frühjahr wieder in ihn über.

Wann man kommt

Nur im Winter, solange die Eisdecke des Sees das Schneiden von Blöcken zulässt.

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EISHOTELS

Ice Village

Tomamu, Hokkaidō, Japan

Beleuchtete Eisbauten des Ice Village in Tomamu auf Hokkaidō
Winterliches Eisdorf mit Übernachtung

Kurzprofil

In Tomamu auf Hokkaidō entsteht im Winter ein Dorf aus Eis, in dem Sie auch übernachten können. Anders als die übrigen Adressen dieser Kategorie ist es nicht in erster Linie ein Hotel, sondern eine Siedlung mit Wegen, Plätzen und mehreren Bauten. Der Maßstab ist städtebaulich.

Ausführliche Beschreibung

Alle anderen Eishotels dieser Übersicht sind einzelne Häuser. Tomamu ist ein Dorf. Der Unterschied liegt nicht in der Größe allein, sondern in der Frage, was zwischen den Bauten passiert. Sobald es Wege, Plätze und mehrere Adressen gibt, wird aus Architektur Städtebau, auch wenn alles im Frühjahr verschwindet.

Hokkaidō bietet dafür die klimatischen Voraussetzungen. Die Winter auf der nördlichsten japanischen Hauptinsel sind lang und schneereich, und der Schnee bleibt liegen. Deshalb lässt sich eine Anlage planen, die über Wochen begehbar bleibt und nicht nur aus einzelnen Kuppeln besteht.

Die Übernachtung ist in diesem Dorf ein Teil des Ganzen, nicht sein Zweck. Es gibt Bauten, die Sie betreten, ohne dort zu schlafen, und dazwischen liegt Freiraum. Ein Eishotel führt Sie durch einen Innenraum. Ein Eisdorf schickt Sie hinaus und wieder hinein.

Für die Kategorie ist das der passende Schluss. Sie beginnt 1989 in Schweden mit einem Hotel, das jeden Winter neu entsteht, und endet in Japan mit einer Siedlung, die dasselbe für einen ganzen Ort tut. Dazwischen liegen zwei alpine Dörfer und ein Bau aus Seeeis.

Was alle sechs verbindet: Keines dieser Hotels existiert im Sommer. Sie sind die einzigen Einträge dieser Übersicht mit einem Ablaufdatum.

Gut zu wissen

Saisonaler Winterbetrieb auf Hokkaidō, Anreise über Sapporo, Bestandteil einer größeren Winteranlage.

Was das Gebäude vorher war

Kein Vorgängerbau. Das Dorf wird jede Wintersaison neu errichtet und besteht außerhalb des Winters nicht.

Wann man kommt

Nur im Winter. Der Zeitraum richtet sich nach Frost und Schneelage auf Hokkaidō.

Angaben ohne Gewähr, Stand August 2026. Alle Haus- und Markennamen gehören ihren Inhabern. Zwischen silverbridgezone und den genannten Häusern besteht keine Geschäftsbeziehung.